Eine kleine Weinkunde
Der Grüne Veltliner ist die typische österreichische Weinsorte. Besonders im niederösterreichischen Weinviertel sind die Standortbedingungen, wie Klima und Bodenverhältnisse, ideal. Er hat qualitativ eine große Bandbreite. Sie reicht vom einfachen Landwein bis hin zu den feinsten und haltbaren Spitzenweinen, wie Kabinettweine und sogar Spätlesen. Er ist vor allem spritzig mit feinwürzigem, pfeffrigem Geschmack und wird meist trocken ausgebaut.
Der Frührote Veltliner ist eine alte Rebsorte, die vermutlich aus den südlichen Ländern (Griechenland, Italien) stammt. Er ist in der Säure eher mild, geschmacklich aber kräftig und extraktreich. Er ist nur beschränkt lagerfähig und sollte am besten als Jungwein getrunken werden.
Der Riesling (Rheinriesling) wird gerne als "König der Weißweine" bezeichnet. Die Trauben gelangen nur bei ausreichender Wärme zu ihrer notwendigen Vollreife. Riesling-Weine haben ein elegantes Säurespiel mit feinfruchtigem Bukett (Blume) im Abgang. Sie lassen sich ausgezeichnet lagern.
Der Chardonnay ist ein sehr nobler und edler Weißwein. Man nimmt an, dass seine Urheimat Burgund in Frankreich ist. Der Name Chardonnay stammt von dem gleichnamigen Ort in Burgund. In der Südsteiermark ist er unter dem Namen "Morillon" heimisch.
Die Traube neigt zu einem höheren Zuckergehalt und verfügt aber auch über eine spürbare Säure, die den Wein lebhaft macht. Diese Rebsorte ergibt sehr kräftige, extraktreiche Weine, die sehr gut lagerfähig sind.
Der Blauburger ist eine Neuzüchtung der Wein- und Obstbauschule Klosterneuburg aus dem Jahre 1923. Er entstand durch Kreuzung aus Blauer Portugieser x Blaufränkisch. Die Sorte weist eine intensive Rotweinfarbe auf. Er ist feinfruchtig, tiefdunkel, samtig, extraktreich und ist geschmacklich dem Blaufränkischen ähnlich.
Der Zweigelt ist ebenfalls eine Neuzüchtung der Wein- und Obstbauschule Klosterneuburg aus dem Jahre 1922. Er ist ein Kreuzungsprodukt aus St. Laurent x Blaufränkisch. An der Züchtung hatte Dr. Fritz Zweigelt maßgeblichen Anteil, weshalb die Sorte nach ihm benannt worden ist. Der Wein hat eine kräftige Farbe, ein fruchtig-würziges Bukett und schmeckt leicht herb. Er ist für eine längere Lagerung gut geeignet.
Zweigelt - Barrique: Barrique ist die französische Bezeichnung für ein kleines, längliches Eichenfass mit 225 l Inhalt. Unter Barrique-Weinen versteht man Weine, die in solchen kleinen Eichenfässern längere Zeit hindurch ausgebaut worden sind. Ein Barrique-Ausbau verleiht dem Wein einen bestimmten charakteristischen, an Vanille erinnernden balsamartigen Holzton.
Wir verwenden Fässer aus Allier- und Nevers-Eiche.
Der Blaue Portugieser (auch Vöslauer) ist eine alte, bodenständige Rebsorte des österreichischen Weinbaues. Schon 1772 wurden durch einen Vöslauer Schlossherrn portugiesische Reben vor allem im Gebiet um Vöslau ausgesetzt, wodurch die Sorte Verbreitung gefunden hat. Die Sorte ist süffig, fruchtig und mild und sollte im Allgemeinen jung getrunken werden.
Der Rotwein sollte möglichst einige Zeit vor dem Konsum geöffnet werden, um ihm Gelegenheit zum "Atmen" zu geben, wodurch er seine Duft- und Bukettstoffe entfalten kann.
Zur optimalen Weinlagerung eignet sich am besten ein lichtgeschützter Raum mit möglichst gleichbleibender Temperatur zwischen 8 und 12°Celsius.
| Ideale Trinktemperatur: | Weißweine | 8 | – | 10° Celsius |
| Rotweine | 12 | – | 16° Celsius |
Prost !
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